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Der Neue Aachener Kunstverein
- kurz NAK - wurde im Jahr 1986 von engagierten Bürgern und
Künstlern
gegründet. Als ein junger Kunstverein mit geringem, weitgehend
eigenfinanzierten Budget begann er seine Aktivitäten in
Ladenlokalen der
Aachener Innenstadt. Ab 1988 hatten Ausstellungs- und
Veranstaltungsprogramm
sowie die Geschäftsstelle des NAK über 13 Jahre ihren
Sitz in der Rudolfstraße.
Im Herbst 2001 bezog der NAK ein eigenes Haus im Gebäude des
ehemaligen
Grünflächenamts im Aachener Stadtgarten, mit
flexiblen Ausstellungsräumen auf
zwei Etagen. Die kulturelle Bedeutung des NAK in der Stadt Aachen wird
dadurch stärker
sichtbar und wirkt auf eine breitere Öffentlichkeit
hin.
Heute zählt der NAK mehr als 400 Mitglieder in Aachen, der
Region und im
überregionalen Raum. Die Ausstellungshistorie beschreibt ein
Vierteljahrhundert
internationaler zeitgenössischer Kunst. Seit Jahren steht der
NAK als ein
Synonym für innovativen Ausstellungsbetrieb in deutschen
Kunstvereinen und
findet aufgrund dessen einen beständigen Platz in der
nationalen und
internationalen Presse. Die Ausstellungen und Veranstaltungen im
Bereich der
zeitgenössischen regionalen, nationalen und internationalen
Kunst finden nicht
nur in Fachkreisen, sondern auch und insbesondere bei der
kunstinteressierten
Bevölkerung großen Anklang.
Im Jahr 2000 wurde der NAK mit
dem 'Adam–Elsheimer–Preis für
europäische Kunstvereine' ausgezeichnet. Es
handelt sich hierbei um einen Preis, der seit 2000 jährlich an
einen besonders
innovativen Kunstverein verliehen wird (heute ADKV-Preis für
Kunstvereine).
2008 erhielt der NAK als
erster Kunstverein in NRW den mit 75.000 EUR dotierten
Jahresförderpreis der
Kunststiftung NRW. Der
NAK, so die Begründung
der Jury, konnte sich unter seinen Mitbewerbern aufgrund des
„mutigen und hoch
qualifizierten Ausstellungsprogramms“ durchsetzen.
Mit
jährlich rund 5 Ausstellungen und
vielfältigen Veranstaltungsangeboten richtet sich der NAK an
eine breites Publikum.
Jedes Projekt wird durch Vorträge, Lesungen, Filmabende und
Diskussionen
interdisziplinärer Art begleitet, zudem werden
Führungen und Angebote für
Schüler und spezielle Zielgruppen realisiert, Kataloge
begleiten, wenn möglich,
das Programm. Des Weiteren kooperiert der NAK mit anderen kulturellen
Initiativen und Institutionen sowohl auf überregionaler als
auch auf euregionaler
und regionaler Ebene. Ziel ist auch hier ein Aufbau innovativer
Strukturen und
Vernetzungen - als eine Perspektive von kultureller Zukunftsarbeit.
Der NAK will veränderte Positionen und
Möglichkeiten
von Kunst in der heutigen
Gegenwart sichtbar machen. Er will dabei regionale und internationale
Diskurse
aufzeigen, sie miteinander verbinden bzw. ihre innere Verbundenheit
darstellen.
Und er will ein Publikum erreichen, das nicht nur die Kunst, sondern
ihre
Zeitgenossenschaft in der Gegenwart wahrnimmt und sie als Initiator
veränderter
Wahrnehmungs- und Handlungsoptionen versteht. Dieser Kunstverein
möchte ein
aktives Gegenüber für künstlerische
Ansätze sein, die erweiterte Zugänge
herausfordern: eigene Erfahrungen der Betrachter, historisches
Bewusstsein,
kulturelles Gedächtnis, individuelle und
interdisziplinäre Standorte.
Der NAK hat es sich seit
vielen Jahren zur Aufgabe gemacht, seine Ausstellungsprojekte
programmatisch miteinander
zu verknüpfen. Zwischen oft sehr unterschiedlichen
künstlerischen Positionen werden
ideelle Verbindungen und 'missing links' erschlossen, mit dem Ziel, ein
Bewusstsein
für verschiedene Rollen und die Entwicklung von Kunst in der
Gegenwart
herzustellen. Zeitgenössische Kunst wird nicht als autonomes
Wahrnehmungsobjekt, sondern als ein Teil des gegenwärtigen
Lebens vermittelt.
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