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NINA CANELL                                                                                                                                                             zurück
THE NEW MINERAL
31. Mai - 26. Juli 2009


Eröffnung: 30. Mai 2009, 20 Uhr

Begrüßung: Dr. Werner Dohmen, Vorstand NAK
Einführung: Melanie Bono, Leitung NAK 

Führungen: Sonntags, 15 Uhr, am 7. Juni, 28. Juni und 19. Juli
Bildergalerie - bitte klicken -

Nina Canell, Installationsansicht NAK,
(c) Nina Canell

Nina Canell, Installationsansicht NAK,
(c) Nina Canell

Nina Canell, The Luminiferous Aether,
(c) Nina Canell

Bildergalerie:
Bild 1-6 (c) Nina Canell
Bild 7-10 (c) Achim Kukulies
             

The New Mineral 

ist die erste institutionelle Einzelausstellung der schwedischen Künstlerin Nina Canell (*1979, Växjö) in Deutschland. Nina Canell zeigt auf beiden Etagen des NAK Neuer Aachener Kunstverein eine Reihe neuer, speziell für den NAK entstandener Installationen, sowie eine Gruppe jüngerer, schon an anderem Ort gezeigter Arbeiten. Parallel wird ein 12-Monats-Projekt in Kooperation mit der Twodo Collection präsentiert.

 

Ausgehend von Canells häufiger künstlerischer Verwendung von Neonröhren und der etymologischen Wurzel des Wortes ‚Neon‘ (‚neu‘ von dem griechischen neos) reflektiert der Titel der Ausstellung ihre Auseinandersetzung mit den transformativen Möglichkeiten des Lichts, seinen inhärenten Erscheinungen und Phänomenen. Indem sich die Künstlerin einen Blindenstock, Antennen, Stäbe, gefundene Stöcke und andere Leitmaterialien zunutze macht, beginnen ihre Skulpturen physisch, suggestiv und konzeptuell zu leuchten. Bei Canell wird Elektrizität nicht nur zum bindenden skulpturalen Element, sondern auch zum Testfeld für Leitfähigkeit, Zusammengehörigkeit und sogar Intimität.

 

Diese Suche nach Bedeutung durch einigermaßen flüchtige, gekoppelte Kräfte eröffnet ein Gedankenspektrum über das Sichtbare hinaus. Dies wird besonders offensichtlich in The Luminiferous Aether (2009), einer Zusammenarbeit mit Robin Watkins, für die die Künstler eine Reise zum Polarkreis in Alaska unternahmen, um die Klänge der elektromagnetischen Stürme der Aurora Borealis aufzunehmen. Ihre Versuche, den solaren Wind einzufangen, stehen hier der etwas fragilen Ausstrahlung von Canells Neonskulpturen gegenüber, die die Künstlerin als eine Gruppe von „Hitzeskulpturen“ bezeichnet. Der Begriff und die Vorstellung von Hitze will zu dem das Glühen durchdringende, blauen Gas nicht ganz passen, bezieht sich jedoch hier auf den Herstellungsprozess der Skulpturen, in dem die Glasröhren vorsichtig aufgeheizt und um organische oder anorganische Materialien wie Stöcke, Steine, Knochen und Rohre gewickelt werden.

The New Mineral entwickelt den Gedanken dieser Werkgruppe weiter, und erinnert an die frühen, spekulativen Zeiten der künstlichen Beleuchtung, wie z.B. die außergewöhnlichen Kathodenstrahlen-Experimente des Chemikers und Spiritualisten William Crookes (1832–1919), der so weit ging, einen vierten Zustand der Materie einzuführen: fest, flüssig, gasförmig und strahlend.

 

Parallel zu ihrer Ausstellung The New Mineral, wird Nina Canell Black Light (For Ten Performers) realisieren – ein Projekt, das von der 1999 gegründeten Twodo Collection in Auftrag gegeben worden ist. Skulpturale Intervention und kollektive Erfahrung zugleich, wird diese Arbeit sich durch die Zusammenschaltung von zehn synchronisierten Lichtausfällen in den geographisch weit verstreuten Wohnungen der Teilnehmer materialisieren. Im Zeitraum von zwölf Monaten wird der jeweilige Blackout von der Künstlerin in unregelmäßigen Intervallen ausgelöst.


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