NAK



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zu sammeln. Jahresgaben 2009                                                                                                                                                                              zurück
Auf  Linie

Linie, Farbe, Fläche – Formalismus im klassischen Sinne betont die Autonomie der Form. Gegenüber kompositorischen Prinzipien rückt demnach die inhaltliche Bedeutung des Kunstwerks in den Hintergrund, und ästhetische Überlegungen, Farbe, Linie und Material, bestimmen die Arbeit des Künstlers. Künstler vor allem der jüngeren Generation nehmen formalistische Prinzipien konzeptuell in ihren Dienst und verweigern die strikte Trennung von Form und Inhalt – die Ausrichtung des NAK auf Konzeptkunst hat diesen Künstlern wiederholt Raum geboten.

2.800 € MG / 3.200 € Setpreis
             
Joachim Bandau         Wolfgang Nestler                 Jan Scharrelmann                     Michael Hakimi                         Kris Martin     Martin Pfeifle                         Alexej Meschtschanow 





Joachim Bandau (*1936) kann man als Formalist im ursprünglichen Sinne bezeichnen. Seine Blei- und Stahlskulpturen der letzten 20 Jahre ordnen geometrische Formen immer wieder neu und sind in der Suche nach Proportion und Harmonie zeitlos. Auch in seiner Jahresgabe für den
NAK werden Rechtecke mit Aussparungen zueinander ins Verhältnis gesetzt und ineinander verkeilt. In der
Schichtung der grafischen Formen, der variierenden Linienstärke sowie
der Rasterung klingt der künstlerische Prozess und das räumliche Denken
des Bildhauers an.
Auch Wolfgang Nestler (*1943) bedient sich abstrakter Formen, um in
der Plastik Prinzipien von Schwerkraft und Balance durchzudeklinieren. Seine bevorzugten Materialien für die Austarierung des Schwerpunktes sind Eisen und Stahl. Ebenso bezieht Nestler aber die physikalischen und natürlichen Energien mit ein, denen eine Skulptur vor allem im Außenraum aus- gesetzt ist. Der NAK zeigte Wolfgang Nestler 1996 in einer Einzel- ausstellung, aus der auch die Jahresgabe für den NAK hervorging. Auch hier sieht man förmlich die perfekte Harmonie der Linie und der zwei auf ihr angesiedelten Punkte – wäre dies eine Skulptur, würde sie sich vollkommen aus- balancieren.
Jan Scharrelmann (*1975), ein Künstler der jüngeren Generation, hat sein Medium im Styropor gefunden.
Seine mit Pigmenten und Epoxidharz überzogenen Polyeder glänzen kostbar
und spielen mit ihrer erst im zweiten Blick erkenntlichen Schwerelosigkeit.
Leichtfüßig zitiert Scharrelmann in den mal expressiv-gestisch, mal
glatt-monochromen Farbflächen die Ausdrucksformen der modernen Malerei und Skulptur, sei es der
Abstrakte Expressionismus oder die Minimal Art. Gleichzeitig unterwandert
er durch das Alltagsmaterial als Bildträger jegliche symbolische Auf- geladenheit.
Michael Hakimi (*1968) und den folgenden Künstlern ist gemeinsam, dass sie sich weder der Form noch einem Material verschreiben, sondern dass sie sich je nach Ort, Aussage oder Konzept formalistische Prinzipien zunutze machen. Hakimi interessieren Wahr- nehmungsprozesse. Geometrische Formen und Symbole ordnet er auf Papier oder im Raum so an, dass der Betrachter eine Szenerie zu erkennen meint, letztlich aber immer
auf die geometrischen Formen zurückgeworfen
wird. Auch in den vier
Unikaten für den NAK setzt Hakimi geometrische Formen auf Leinwand, die jedoch durch die Spraytechnik zu leuchten und zu schweben beginnen.
Den belgischen Künstler Kris Martin (*1972) zeigte der NAK in
einer ersten großen institutionellen Einzel- ausstellung schon 2005. Da der Künstler vom Gedanken und nicht
vom Material ausgehend seinen Schaffens- prozess startet, ist das
jeweilige Material für ihn nur ein Werkzeug, mit dem er der Idee Form
gibt. So kann sich das Spektrum der
Materialität von Gold über Holz bis hin zu einem alten Banksafe oder einer Schwarz- weißfotografie erstrecken. Die Bauklötze auf der Fotografie für den NAK, eine großgezogene
Reproduktion eines Flohmarkt-Fundstücks,
weisen mit einem Augenzwinkern
auf den Einfluss des Formalismus schon im Kindesalter hin.
Martin Pfeifle (*1975) hat sich mit ortsbezogenen Arbeiten einen
Namen gemacht. Ob im Museumsraum
oder -garten, nimmt Pfeifle die Besonderheiten des Ortes auf und
setzt ihnen begehbare Installationen
entgegen, die der Künstler eigenhändig
erbaut. Die Edition ist eine Art Konstruktionsansicht von NOTKER,
der im Rahmen des Projekts „Public
Garden Public Generation“
2009 im
und um den NAK entstanden ist. Als
Pavillon und Plattform ist das schwarzweiße Podest inmitten der
Blumenwiese Irritationsmoment wie
Zentrum zugleich.
Die Arbeiten des in Berlin lebenden
Künstlers Alexej Meschtschanow
(*1973) kreisen um ästhetische Implikationen von designten Alltags- objekten. Der Habitus der Besitzer, der in der Gestaltung sichtbar wird, ist für ihn immer auch soziales Statement. In einer Serie von Wandarbeiten
beschäftigt sich Meschtschanow
mit Schwarz-Weiß- Porträts von ihm nahestehenden Personen oder berühmten Persönlichkeiten. Die Jahresgabe für den NAK zeigt den Designer Marcel Breuer. Der Fokus liegt hier nicht, wie in anderen Portrait-Arbeiten
Meschtschanows, auf
der aufwendigen Wandhalterung, vielmehr
geht es um den puren Kontrast von Bild und gestörter Bildsubstanz.

Ohne Titel
1996
Lichtechte Fotokopien,
3 unterschiedliche Motive
42 x 30 cm.
signiert und nummeriert
ungerahmt
Auflage 5

500 €/ 550 € 

weitere Motive hier
Ohne Titel
1996
 Linoldruck
30 x 40 cm
signiert und nummeriert
ungerahmt
Auflage 50
davon 25 für den NAK

150 €/ 180 €


Stepping Razor I
2009. Aluminiumpulver, Pigmente,
Epoxidharz. 75 x 55 x 5 cm. Unikat

1.000 €/ 1.200 €
j
ein weiteres Motiv hier
Ohne Titel
2008
Sprühlack, Baumwolle
30 x 25 cm.
signiert
ungerahmt
 4 Unikate

je 870 €/ 950 €

weitere Motive hier
Joelke Bollert aan den ouderdom van 4 jaren
2005
C-Print
42 x 31 cm,
Motiv 35 x 19,5 cm
ungerahmt
Auflage 100

150 €/ 200 €
NOTKER
2009
Bearbeiteter Laserprint,
gerahmt
40 x 30 cm
signiert, datiert
und nummeriert
Auflage 15

650 €/ 700 €
Breuer-Test II
2009. SW-Fotografie, Silikon, Glas,
Objektrahmen. 86 x 65 x 5 cm

650 €/ 700 €

ein weiteres Motiv hier
 

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